Neusiedler See

Der Neusiedler See

 

Von Sommer 2008 bis Herbst 2013 hatte ich mein Segelboot fest am Neusiedler See liegen, da ich dadurch segeln gut mit meiner Familie vereinbaren kann.

Mit seinen 320  km² und seiner flachen Umgebung bietet der See ein hervorragendes Segelrevier mit häufig gutem und stetigen Wind.

Der breite Schilfgürtel ist nach dem Donaudelta die zweitgrößte zusammenhängendes Schilffläche und nimmt etwa die Hälfte des Sees in Form eines bis zu 5km breiten Gütels ein.

Das macht den See zu einem wahren Vogelparadies, was sich ohne Teleobjektiv leider nicht fotografisch festhalten läßt.

Es wird nach Karpfen, Wels, Zander, Hecht, Barsch und Aal gefischt.

Es gibt nur wenige Landmarken.

Bei Starkwind aber nur geringer Wellenhöhe geht es mit hoher Geschwindigkeit ganz ohne Lage mühelos voran.

Wenn man einmal in die Nacht hinein kommt, ist die Sichtnavigation wegen fehlenden Leuchttürmen oder ähnlichem schwierig. Um exakt die Hafeneinfahrt anzusteuern ist ein GPS hilfreich. Allerdings kann so sehr angenehm die allabendliche Gelsenplage umgangen werden.  

Meine Tochter probt das Anziehen der Schwimmweste

Breitenbrunn:

Meine Trissie habe ich gut und günstig in der Marina Breitenbrunn untergebracht.

Ganzjährig liegt sie an Land und während des Urlaubs an einem schönen Platz geschützt hinter dem Schilf. Der Hafen gehört wie der anliegende Campingplatz der Gemeinde Breitenbrunn und so können alle Einrichtungen gemeinsam genutzt werden.

Ein Teil der Marina und der Kran befindet sich in einem Kanal. Vorne am Eingang sind die Stege durch eine fahrbare Brücke verbunden.

Verbrennungsmotoren sind am See verboten, so daß eine gute Batterie meinen "Treibstofftank" darstellt.

Die Hafeneinfahrt ist ohne GPS bei Dunkelheit schwer zu finden.

Erst von Nahem ist klar zu erkennen wo es durch geht.

Bei letztem Sonnenlicht streben alle Segler wieder zurück in den Hafen.

Der Stadtturm (Türkenturm) in Breitenbrunn bei Rushhour

Blick vom Stadtturm Richtung Hafen Breitenbrunn....

... und Richtung Neusiedl.

Der Pranger am Turm

Alte Grabsteine im Turmmuseum.

Neusiedl am See:

DieWindräder über Neusiedl sind als Landmarke zur Sichtnavigation sehr hilfreich.

In Neusiedl gibt es ein Cafe/Restaurant direkt am Steg.

Rust:

 Die Einfahrt zum Seebad Rust. Zu sehen der Yachthafen Rust.

Am Seerestaurant liege ich kostenlos aber Nacht ohne sanitäre Einrichtungen. Strom gibt es gegen einen kleinen Obolus.

Im gegenüber liegenden Yachthafen gibt es keine Gastliegemöglichkeiten.

Zm Stadhafen sind es ein paar Kilometer durch einen Schilfkanal.

Im Schilfgürtel viele Liegeplätze

Schon von weitem ist die Kirche zu sehen

Nach gut einer Stunde Fahrt durch den Kanal öffnet sich das Schilf und der Stadthafen Rust liegt vor mir.

Hier liege ich kostenlos idyllisch, fast einsam und trotzdem ganz nah an der Altstadt.

Gleich nebenan kühlt sich eine kleine Rinderherde im Wasser ab.

Die Kinder freuen sich riesig über ein paar alte Semmeln zum anfischen.

Unter der Woche ist Rust ruhig und beschaulich, am Wochenende wimmelt es von Kurzzeittouristen.

Der Marktplatz

Umgebung:

Burg Forchtenstein

Burg Forchtenstein ist einen Ausflug Wert.

Blick von der Festung

Bratislava:

etwas mehr als 40 km von meinem Liegeplatz entfernt liegt die alte "Metropole" Bratislava.

Die Burg (Bratislavský hrad) beherrscht das Stadtbild schon von weitem. Sie brannte 1811 bis auf die Grundmauern ab und wurde erst wieder 1968 nach fünfzehnjähriger Bauzeit originalgetreu errichtet eingeweiht.

Um die Altstadt führt eine vierspurige Stadtautobahn.